Truppenübungsplatz
Kommandowechsel in Klietz

20.06.2014

Vor neun Monaten übernahm Oberstleutnant Roman Jähnel die Verantwortung
über den Klietzer Truppenübungsplatzverbund, nachdem Jörg...

   Von
Anke Schleusner-Reinfeldt



Anke Schleusner-Reinfeldt

Klietz l Es sei nicht einfach gewesen, seinen eigentlichen Dienstposten und die Kommandantur der drei Plätze Klietz, Altengrabow und Lehnin unter einen Hut zu bringen und dazu noch die zusätzlichen Aufgaben zu meistern, die die Flut mit sich gebracht hatte. "Es gab so manche schlaflose Nacht und ich hätte mir gewünscht, an manchen Stellen präsenter zu sein. Durch ein intaktes Dienststellengefüge war es machbar, allen Aufgaben gerecht zu werden. Hervorragend haben wir Hand in Hand gearbeitet und eine Einheit gebildet." Mit diesen dankenden Worten wandte sich Roman Jähnel an die Soldaten und zivilen Mitarbeiter, an das Dienstleistungszentrum, die Bundesforst und alle anderen, die zur Zeremonie in den Klietzer "Seeblick" gekommen waren. Die Kommandantur zu führen, sei eine Erfüllung und Bereicherung gewesen.

Im Juli wechselt Roman Jähnel zum Standortkommando Berlin, wo er für Planung und Organisation zuständig ist. "In einem halben Jahr bin ich wieder zurück", kündigte der in Havelberg lebende Oberstleutnant an. Der stellvertretende Kommandeur des Kommandos für territoriale Aufgaben, Brigadegeneral Gerd Kropf, sprach ihm für vorbildliche Pflichterfüllung und überdurchschnittliches Engagement bei der Bewältigung der Fülle von Aufgaben eine förmliche Anerkennung aus.

Lobende Worte gab es auch von seinem Vorgänger Jörg Wiederhold, der inzwischen Oberst und Kommandant des größten deutschen Truppenübungsplatzes in Bergen ist. Hier verabschiedete er kürzlich seinen Stellvertreter, Oberstleutnant Michael Vormwald - mit einem weinenden Auge, weil er ihn nur ungern ziehen lässt, und mit einem lachenden, weil er weiß, dass er nach Klietz geht. Jörg Wiederhold schwärmt noch immer vom "schönsten Truppenübungsplatz Deutschlands". Er werde die Zeit hier nie vergessen, schon gar nicht wegen der prägenden Wochen während der Flut. Weil er selbst mittendrin war, erkennt er heute die immer noch sichtbaren Spuren, die die Katastrophe hinterlassen hat. "Ich komme immer wieder gern hierher in ein Stück Heimat und fühle mich eingebunden." Roman Jähnel habe seine Arbeit hervorragend fortgesetzt.

Das will auch Michael Vormwald. Alle Redner wünschten ihm Freude bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe. "Sie nehmen einen wunderbaren Dienstposten ein", versicherte Jörg Wiederhold. Bürgermeister Jürgen Masch versprach, dass die Gemeinde weiterhin ein zuverlässiger Partner sein wird und auf eine gute Zusammenarbeit baut.

Gäste der Kommandoübergabe waren auch die Bundestagsabgeordnete Marina Kermer sowie die ehemaligen Kommandanten Werner Grabolle, Sigmar Witzleben und Joachim Kocherscheid.

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