" Keramik – Formen und Zeichen " eröffnet
Erste Personalausstellung von Bärbel Feldbach im Kreismuseum

15.02.2010

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Schönebeck-Bad-Salzelmen. Von großem Publikumsinteresse war die Eröffnung der ersten Personalausstellung der Künstlerin Bärbel Feldbach unter dem Titel " Keramik – Formen und Zeichen " im Kreismuseum in Schönebeck-Bad Salzelmen begleitet. In den Saal des Hauses mussten am Sonnabendvormittag extra Stühle gebracht werden, damit alle Gäste Platz fanden. Die begrüßte Museumsleiter Rüdiger Radicke, bevor er das Wort an Christa Huppertz übergab.

Die Leiterin des Schönebecker Soziokulturellen Zentrums " Treff " ist langjährige Freundin der in Zens ( Bördeland ) wohnenden Künstlerin. In ihrer Laudatio verwies die Rednerin auf die zahlreichen Kunstwerke der 60-Jährigen. In der Schönebecker Region sind vor allem die im Rosengarten des Soleparks aufgestellte Skulptur " Knabe mit Reh " ( eine Nachempfindung eines Originals ) sowie die Büste des Dr. Wilhelm Tolberg – er ist Gründer des ersten deutschen Solebades – bekannt. Für große Aufmerksamkeit sorgte auch die Neugestaltung des Fußbodens in der St. Johanniskirche in Bad Salzelmen, für die Bärbel Feldbach verantwortlich zeichnete.

Die in Schönebeck Geborene erlernte zu DDR-Zeiten den Beruf einer Industriekauffrau in einem Maschinenbetrieb in Magdeburg. Wenige Jahre zuvor hatte sie den Künstler Dario Malkowski ( er ist Träger des Rathauspreises der Stadt Schönebeck ) kennengelernt. " Die Verbindung zum Material Ton war hergestellt. Die Liebe dazu folgte nahtlos ", hielt Christa Huppertz rückblickend fest.

Bärbel Feldbach besuchte schließlich die Kunsthochschule Giebichenstein in Halle / Saale und war ab 1978 freischaffende Künstlerin. Studienreisen führten sie nach Mittelasien und in den Kaukasus. Sie arbeitete gemeinsam mit den überregional bekannten Künstlern Michael Emig und Dieter Ladewig zusammen. Eine neue Herausforderung bildete nach 1990 das Anleiten geistig behinderter Menschen in künstlerischer Hinsicht. Die Ergebnisse waren erstaunlich und sehr kreativ, wie zu vernehmen war.

" Es gehört zu ihrer Philosophie, mit kleinen Dingen das Leben zu verschönern ", meinte Christa Huppertz. Im Atelier der Künstlerin gebe es immer etwas zu entdecken und Besucher würden in aller Regel stets mit einem " echten Feldbach " nach Hause gehen. Bärbel Feldbach sei eine lebenskluge und lustige Freundin, beschloss die Laudatorin.

Die so Geehrte dankte Christa Huppertz für die " sehr persönlichen Worte " und allen Helfern, die am Aufbau der Ausstellung mitgewirkt hatten. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Musikschülerin Anna-Lena Schiemann am Klavier.

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