Großes Leser-Echo auf Artikel zum Bahnhof Hohenwulsch/ Alte Bahnhofsansichten gesucht
"Bahnhof Bismark - warum nicht?"

02.03.2015

Bismark/Hohenwulsch (aju) l Der Artikel über die Umbenennung des Bahnhofes Hohenwulsch in Bahnhof Bismark, so wie er bis 1953 hieß, stieß auf ein großes Leser-Echo. Unter anderem meldete sich Doerthe Bethge-Steffens aus Poritz: "Die Argumentation ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Aber wenn die Umbenennung Voraussetzung für die Errichtung eines Radweges zwischen Bismark und Bahnhof ist: Warum nicht?"

"Bismark" wäre doch einfach nur eine Rückbenennung, erklärte Walter Mogk. "Und mal ehrlich: Wer weiß schon, wo Hohenwulsch liegt? Bis Bismark sind es vom Bahnhof übrigens gerade mal zwei Kilometer...". Und Christian Franke (Bündnis 90/Die Grünen) stellt fest: "Ich finde den Vorschlag gut. Und wenn ein Radweg kommt, ist es noch besser."

Gerhard Miesterfeldt, von 1994 bis 1998 Landrat im Landkreis Stendal, nimmt es humorvoll: "Geht gar nicht. Schon die Humoristen Herricht Preil erwähnten Hohenwulsch und nicht Bismark." Dem muss aber hinzugefügt werden, dass es in dem Sketch "Reisebekanntschaft" mit Hans-Joachim Preil und Rolf Herricht natürlich um Hohenwulsch geht. Erwähnt werden aber auch Bismark und Kalbe sowie Milde und Biese. Der Sketch würde sich übrigens wunderbar als Imagefilm für die Region eignen.

In dem wechselnden Dafür und Dagegen der Leserschaft bringt Conny Benoist einen Alternativvorschlag. Sie ist der Meinung, den Bahnhof künftig in "Bismark-Hohenwulsch" umzubenennen.

Die Anregung zum Wechsel der Bahnhofsbezeichnungen hatte der Bismarker Rüdiger Nahrstedt gegeben. "Bahnhof Bismark hieß er doch bis 1953", erklärte der 58-Jährige. "Warum nicht wieder ab 2015?" Laut Nahrstedt würden nach der Umbenennung des Bahnhofes auch die Bezeichnungen Bahnhofstraße und -Chaussee in Bismark wieder einen Sinn ergeben. Mit Blick auf den 200. Geburtstag Otto von Bismarcks, aber auch aus Werbegründen für die Region, will Rüdiger Nahrstedt für die Umbenennung des Bahnhofes, aber auch die Sanierung des Bismarck-Denkmals (auf dem Schützenplatz in Bismark) aus dem Jahr 1910 eine Bürgerinitiative gründen. Mitstreiter können sich bei ihm unter 039089/900 38 melden.

Wolfgang List, ausgemachter Kenner altmärkischer Bahnhöfe und Bahnstrecken, stellte in besagtem Artikel fest, dass es in der Gemarkung Hohenwulsch noch einen zweiten Bahnhof (Bismark-Anschluss) gab. Der Stendaler ist auf der Suche nach alten Ansichten, Fotos oder Dokumenten von den Hohenwulscher Bahnhöfen. Wer die Forschungsarbeiten von Wolfgang List unterstützen möchte, kann mit ihm Kontakt über www.altmarkschiene.de aufnehmen.

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