Neinstedter Anstalten bauen auf ehemaliges Klinikgelände eine zweigeschossige Wohnanlage
"Haus Emmaus" zieht in die Lindestraße

11.02.2014

   Von
Jens Müller



Jens Müller

Auf dem Areal des ehemaligen Krankenhauses in der Lindestraße wird eine Wohnanlage für Menschen mit Behinderungen gebaut. Im Spätsommer 2015 soll das neue "Haus Emmaus" der Neinstedter Anstalten bezugsfertig sein.

Blankenburg l Das ehemalige Krankenhausgebäude in der Blankenburger Lindestraße ist abgerissen. Ab März wird das große Areal wieder bebaut. Die Neinstedter Anstalten sind Bauherr für eine zweigeschossige Wohnanlage. "Unsere Zielgruppe sind Menschen mit Behinderungen und einem erhöhten körperlichen Pflegeaufwand", erklärt Peter Knöschke, Bereichsleiter der Neinstedter Anstalten, der die Pläne im Volksstimme-Gespräch näher vorstellt.

So sind in dem modernen Gebäude vier Wohngruppen mit jeweils zwölf Zimmern vorgesehen. Dabei handelt es sich ausschließlich um appartementähnliche Einzelzimmer. Jeweils zwei Bewohner teilen sich einen kleinen Flur und ein Bad, das mit entsprechender Technik wie zum Beispiel einem Deckenlift ausgestattet wird. Außerdem wird es künftig für jede Wohngruppe ein extra Pflegebad geben, das mit sogenannten Duschwagen und Spezialrollstühlen befahren werden kann.

Wie Peter Knöschke betont, stellt der Neubau in Blankenburg keine Erweiterung der Kapazität der Neinstedter Anstalten dar. Vielmehr gehe es darum, in einer modernen, attraktiven Wohnanlage die Tagesförderung für die Bewohner auszubauen und ihnen mehr Angebote zu unterbreiten. So sind großzügige Wohn- und Essbereiche vorgesehen, um die Begegnung in Gemeinschaft zu fördern. Zu den kreativen Angeboten zählen unter anderem Filzen, Holzarbeiten, Papierschöpfen und Keramiken. Die Bewohner des Hauses werden von etwa 30 Mitarbeitern betreut. Hinzu kommen Teamleiter, Hauswirtschafter und Hausmeister.

Die Evangelische Stiftung Neinstedter Anstalten ist mit rund 930 Mitarbeitern einer der größten privaten Arbeitgeber in der Region. Am Blankenburger Standort werden rund vier Millionen Euro in den Neubau investiert. "Dafür geben wir in Neinstedt ein Haus auf", kündigt Peter Knöschke an. Und schon jetzt würden die Bewohner auf den Umzug in das neue "Haus Emmaus" vorbereitet. Bis zur Fertigstellung müssen sie sich allerdings noch gedulden. Es soll im Spätsommer 2015 fertig sein.

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