Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle
Archäologen untersuchen alten Brunnen

07.02.2011

Halle (dpa). Im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle haben Archäologen mit der Freilegung eines rund 7100 Jahre alten hölzernen Kastenbrunnens aus der Steinzeit begonnen.

"Es ist der weltweit zweitälteste Brunnen dieser Bauart", sagte die leitende Archäologin Susanne Friederich der Deutschen Presseagentur. "Bis vor 20 Jahren wussten Archäologen überhaupt nicht, dass solche Brunnen existieren."

Das seltene Stück wurde bei Grabungen in einer Steinzeitsiedlung vor dem Bau der Autobahn 71 (Sangerhausen–Schweinfurt) bei Niederröblingen (Landkreis Mansfeld-Südharz) im Sommer 2009 entdeckt. Der verfüllte, 90 Zentimeter mal einen Meter große und 2,5 Meter tiefe Brunnen kam in einem 22 Tonnen schweren Block mit Spezialtechnik in die Restaurierungswerkstatt des Landesmuseums.

Eine vierköpfige Forschungsgruppe wird den Brunnen in den nächsten Monaten akribisch, Schicht für Schicht untersuchen. Der feuchte Lehmboden an der Fundstelle hatte den Brunnen über die Jahrtausende konserviert. Der bislang freigelegte Brunnenrand wurde aus massiven 300 Jahre alten Eichenbohlenstämmen akkurat gezimmert.

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