"Grenzgänger"-Konzert gehört zu den Höhepunkten im Klein Rodensleber Jubiläumsjahr
"Saitenwind" lässt die Gitarren klingen

28.08.2013

   Von
Constanze Arendt-Nowak



KleinRodensleben l Es ist schon eine Weile her, dass sich Bernhard Foitzik und Wolfgang Sonnenberg getroffen haben. Das war, wie sich Bernhard Foitzik erinnerte, in den 1970er-Jahren, "als man die Musik noch mit der Hand machte", in der Folkszene in Braunschweig. Der eine war Instrumentalist, der andere Liedermacher. "Wir waren auf einer Wellenlänge", so Bernhard Foitzik.

Auf dieser Wellenlänge schwimmen sie noch heute und so war es auch möglich, dass sie das 17. "Grenzgänger"-Kleinkunstfestival als "Saitenwind" am Sonntag in die Pankratius-Kirche nach Klein Rodensleben führte. Hier erzählten sie gern ihre Geschichte. Mit ihrer Musik zeigten sie nicht nur ihre Liebe zur Folkszene, sondern auch, dass sie mittlerweile viel voneinander gelernt hatten. So spielen beide heute Gitarre und singen einige Songs gemeinsam. Ihr Konzert in Klein Rodensleben war eine Mischung aus Instrumentalmusik und Gesang. "Wir müssen zwischendurch auch mal unsere Stimme schonen", erklärte Wolfgang Sonnenberg. Mit jedem Lied verflog die Nervosität der beiden Musiker, die im Raum Wolfenbüttel (Niedersachsen) beheimatet sind, etwas mehr, aber, so Wolfgang Sonnenberg, "wenn man die Spannung nicht hat, kann man auch nicht spielen". Für ihre Lieder haben sie sich viel bei bekannten Größen wie den Beatles, Bob Dylan, Reinhard Mey oder Heinz Rudolf Kunze abgeschaut. Da sie alle Songs aber neu für ihre akustischen Gitarren arrangiert hatte, durchzog das gesamte Konzert ein typischer "Saitenwind"-Sound.

Ursula König als Vorsitzende des Vereins Freizeit 2000 war begeistert, dass die Kirche so gut besucht war. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde des Ortes hatte der Verein das Konzert organisiert und so einen weiteren Höhepunkt für das Festjahr geschaffen, in dem die 1125. Wiederkehr des Datums der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes begangen wurde.

Und so war die Kirche nicht nur Konzertort, sondern zugleich auch Ausstellungsort. Die Mitglieder des Vereins Freizeit 2000 hatten einige Tafeln mit Fotos von früher und Gegenüberstellung von gestern und heute, die bereits zur 1125-Jahr-Feier im Mai auf dem Festgelände zu sehen waren, an den Wänden der Kirche aufgehängt. Auch der fotografische Rückblick auf das Festwochenende durfte dabei nicht fehlen. "Das Interesse war sehr groß, so konnte man sich noch einmal erinnern an das, was war", sagte Ursula König im Nachhinein. Bereits jetzt haben die Vereinsmitglieder den Entschluss gefasst, die Bilder nicht einfach in einer Kiste verschwinden zu lassen. Sie sollen im Gemeinderaum einen Platz finden, wo sie immer noch einmal wieder betrachtet werden können.

Unterdessen haben die Klein Rodensleber zwei weitere Veranstaltungen im Blick, die das Festjahr krönen sollen. Das Kartoffelfest wird am 19. Oktober gefeiert und auch das traditionelle Treffen unter dem Tannenbaum steht auf dem Plan.

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