Pferdesport
1100 Nennungen in Schönhausen

13.06.2019

Der RV "Fürst Bismarck" fiebert seinem Traditionsturnier entgegen.

Von Stefan Rühling

Schönhausen l Satte 1100 Nennungen sind für drei Pferdesporttage in eingegangen. „Ich freue mich auf fairen Sport“, antwortet Jürgen Mund auf die Frage, was das diesjährige Traditionsturnier im Pferdesport vom 14. bis 16. Juni in Schönhausen zu bieten hat.

Vorfreude ist groß

Im Gespräch mit dem Cheforganisator des Reitvereins (RV) „Fürst Bismarck“ ist seine Vorfreude zu spüren. Angesichts von 1 100 Nennungen für die 37 Wertungsdurchgänge kein Wunder. Schließlich sind damit gut 300 Meldungen mehr als im Vorjahr eingegangen. Das spricht für die Organisatoren und das Traditionsturnier.

Die Liste der Wertungsprüfungen ist lang. An den drei Tagen des Traditionsturniers des RV „Fürst Bismarck“ Schönhausen stehen insgesamt 37 an. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es dabei eine Veränderung: Da die Prüfungen zur Qualifikation für das Bundeschampionat nicht so angenommen wurden, werden sie nicht noch einmal angeboten. Das Programm kann sich dennoch sehen lassen. In Dressur und Springen starten etwa 500 Pferdesportler in den Klassen von E wie Einsteiger bis S wie Schwer.

Arbeiten bereits seit Oktober

Damit diese Wettbewerbe reibungslos über die Bühne gehen können, arbeitet das Team des RV Schönhausen bereits seit dem vergangenen Oktober an der Planung. Terminfindung, Wertungsprüfungen aufstellen und natürlich Helfer akquirieren – der Vereinsvorstand, bestehend aus zwölf Personen, hat alle Hände voll zu tun.

Über das gesamte Pferdesport-Wochenende werden durchgängig über 100 Freiwillige im Einsatz sein, um die Durchführung sicherzustellen. „Wir freuen uns hier über die Unterstützung der Feuerwehr und der ortsansässigen Vereine. Ohne sie wäre das Traditionsturnier gar nicht möglich“, erklärt Mund. So organisiert der Sportverein „Preußen“ die Getränkeversorgung und die Landfrauen sowie der Chor sorgen für Kaffee und Kuchen.

Los geht es bereits am Freitagvormittag. Dann finden auf dem Hauptplatz die ersten Springprüfungen statt, während auf dem Nebenplatz die Dressur gestartet wird. Über das gesamte Wochenende sind insgesamt neun Wertungsrichter im Einsatz, um die Leistungen der Pferdesportler zu beurteilen. Bei den Springen bilden dabei immer zwei Richter ein Ergebnis.

Dressurprüfungen unterschiedlich bewertet

Die Dressurprüfungen werden unterschiedlich bewertet. Entweder geben drei Richter ein eigenständiges Ergebnis ab, welches dann zusammengefasst wird oder, wie beim Springen, bilden zwei Wertungsrichter ein Gesamtergebnis. In jeder Klasse werden die Besten ausgezeichnet und erhalten Geldpreise – diese reichen am Sonntag bei der Springprüfung der Klasse S* mit Stechen bis zu 2.500 Euro für den Sieger.

Am Samstagvormittag kommen in Schönhausen auch die jüngsten Springreiter zum Einsatz. Vor großem Publikum auf dem Hauptplatz findet das Mini Stil Springen für Kinder ab sieben Jahren statt. Dies ist die Einstiegsprüfung nach Wettbewerbsordnung.

Grundsätzlich gilt: je später der Tag, je höher die Herausforderung. So starten die Erwachsenen am Samstag mit Springen und Dressur der Klassen L – also leicht – und steigern sich über M wie mittelschwer bei den Springern bis zu S.

Albrecht-Cup und Kür die Höhepunkte

Am Samstagabend folgt dann der erste Höhepunkt für die erwachsenen Springreiter auf dem Hauptplatz: das Finale des „Hof Albrecht Cup“. Dieser besteht aus insgesamt drei wettbewerbsübergreifenden Wertungsprüfungen. Die ersten beiden haben bereits bei den Turnieren in Buch und Badingen stattgefunden. Nach dem Finale in Schönhausen werden dann die besten drei Reiter mit einem Sonderehrenpreis ausgezeichnet. Dabei gehen alle Teilnehmer der Jahrgänge 2001 bis 2011 in die Wertung ein.

Direkt im Anschluss kommt es zu einem besonderen Spektakel unter Flutlicht. Nach der Dressurprüfung am Nachmittag qualifizieren sich die sechs besten Sportler mit ihrem Pferd für die Dressurprüfung S* mit Kür. Hier präsentieren sie ihre eigene Choreografie zu einer selbstgewählten Musik. Kein Wunder, dass dies auch bei den Zuschauern besonders beliebt ist.

Sonderehrenpreise werden ausgelobt

Nicht weniger gespickt mit Höhepunkten ist der Sonntag. Dieser startet mit dem „E-center Grave Cup“ – einer Springprüfung der Klasse A** nach Fehler-Zeit-Wertung. Ähnlich wie der „Hof Albrecht Cup“ haben hier bereits Wertungsdurchgänge in Badingen und Buch sowie Buckow stattgefunden.

In die Wertung gehen die Pferdesportler der Jahrgänge 2001 und jünger beziehungsweise der Leistungsklassen vier bis sechs ein. Bei Reitern, die mit mehreren Pferden antreten, geht nur das beste Ergebnis in die Wertung ein.

Ein echter Hingucker für die Zuschauer ist am Sonntagnachmittag das Schönhausener Derby. Diese Springprüfung der Klasse L mit Stechen unterscheidet sich deutlich von allen anderen Prüfungen im Springen.

Denn während der Parcours normalerweise etwa 350 bis 400 Meter lang ist und ausschließlich aus gestellten Hindernissen besteht, verlassen die Reiter-Pferde-Paare beim Derby den Hauptplatz, um auf einer um etwa 200 Meter verlängerten Strecke weitere Naturhindernisse zu überwinden, bevor sie ins Stadion zurückkehren. Damit verlangt das Derby Pferd und Reitern deutlich mehr ab und verspricht beste Unterhaltung. Letzteres gilt auch für das abschließende Springen S* mit Stechen, bei dem die Profis sich auf höchstem Niveau messen. Hier geht es um eine Prämie in Höhe von 2.500 Euro.

Vorfreude auf eine tolle Veranstaltung

Cheforganisator Jürgen Mund sieht sich und sein Team gut vorbereitet: „Die Voraussetzungen sind perfekt. Wir haben eines der schönsten Reitsportstadien Norddeutschlands, die Versorgung für die Sportler und Besucher ist sichergestellt und es sind ausreichend Parkplätze sowie Sitzplätze verfügbar. Jetzt hoffen wir nur noch auf gutes Wetter. Wir freuen uns auf eine tolle Veranstaltung und hoffen, dass alle Spaß haben und sich niemand verletzt.“

Neben den Wettbewerben in Springen und Dressur auf den beiden Plätzen haben die Zuschauer auch die Möglichkeit, Reitern und Pferden auf den Vorbereitungsplätzen näher zu kommen oder auch einmal hinter die Kulissen zu blicken. Der Eintritt zum Traditionsturnier des RV „Fürst Bismarck“ in Schönhausen ist an allen drei Tagen frei.

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